Kurzroman – die Rohfassung ist fertig

Der Roman ist ein Kurzroman geworden, vor allem nachdem ich ihn nochmals gekürzt habe. Wer will schon als Leser ein Buch lesen, das künstlich in die Länge gezogen wird? Dann lieber weniger Seiten, oder?
Gerade bin ich beim Korrekturlesen und Umformulieren (bzw. kürzen). Habe diese Arbeit etwas unterschätzt, wie ich zugeben muss. Aber egal, bald nerve ich damit meine Testleser – und dann… …auf zur Veröffentlichung. 🙂
Mehr Infos folgen, sobald ich fertig bin mit den Korrekturen.

Etwas warm hier, oder?

So könnte man es untertreiben. Als ich heute Morgen aufstand und in meiner Wohnung trotz Lüften über die Nacht 29,4 Grad Celsius maß, erschien es mir noch erträglich. Mittlerweile ist das Thermometer trotz geschlossener Rollläden wieder geklettert und die 30 Grad-Marke locker geknackt.
Es ist zwar sehr schön, wenn man den ganzen Tag im Wohnzimmer und in der Küche Licht hat (sind bei mir ein großer Raum), da die Sonne morgens in dem einen Wohnzimmerfenster auftaucht und sich abends in dem Küchenfenster rechts verabschiedet, aber im Hochsommer ist es gar nicht mehr so toll. Auch der Balkon, auf den man vom Wohnzimmer aus kommt, ist dann ungenutzt – ich müsste ja die Rollläden hochziehen und dann ist meine Wohnung nur noch eine einzige Sauna. Außerdem: ohne Wind noch mehr Hitze??? Nee.
Zwischendurch war ich am überlegen, ob ich mein Bett nicht besser in meinen Kellerraum verfrachte. Naja, was nicht ist, kann ja noch kommen…


Was hilft? Nachts und morgens Fenster aufreißen, Ventilator, mehrmals täglich der Dusche „hallo“ sagen und viiiiel trinken. Nachdem ich jedoch kein Wasser pur mehr sehen konnte und mir gekaufte Limonaden einfach viel zu süß, klebrig und meist zu künstlich schmeckend sind, fing das Mixen an.
Neben Mate-Tee, den ich gerade in Massen hinunterschlürfe (jeder Argentinier würde mich lynchen, dass ich ihn nicht ganz heiß trinke und immer noch grundsätzlich den ersten Aufguss ins Spülbecken spucke – zu bitter für mich), ist derzeit aufgesprudeltes Wasser mit dem Saft einer kleinen Limone plus etwas Rosenblütensirup mein Favorit. Klar, der Sirup enthält viel Zucker, aber ich kippe nicht ein ganzes Glas voll in meine Flasche, sondern nur einige Spritzer. Dieser dezente Rosenblütengeschmack in Kombination mit Limone haut mich gerade um.

Und wie haltet Ihr es gerade aus?

Jahreszeiten

Gibt es bei Dir eine „Lieblingsjahreszeit“? Hat sie sich im Laufe der Jahre verändert?

Bei mir ist das so. Als Kind waren alle Jahreszeiten Lieblingsjahreszeiten. In der Pubertät setzte dann eine heftige Abneigung gegen den Sommer, vor allem den Hochsommer ein. Sobald die Temperaturen 25 Grad Celsius überschritten, hatte ich Kreislaufprobleme. Der Sommer wurde mein größter Gegner (übertrieben ausgedrückt), da ich etliche Tage wie durch Watte, dank niedrigem Blutdruck, erlebte. Alles war gedämpfter: Ich sah vieles unklarer, Geräusche wirkten wie weit weg, ich war einfach nicht richtig da. Gut, den Winter mochte ich auch nicht mehr so besonders, also hätte es meiner Meinung nach nur noch Frühling und Herbst geben dürfen.

Inzwischen finde ich das sehr witzig. Seitdem ich die 30 überschritten habe, ist mein Kreislauf immer stabiler geworden. Mittlerweile lässt er sich gewöhnlich nicht einmal mehr von heftigen Temperaturschwankungen beeindrucken. Das aller-allerlustigste daran ist wohl nun, dass jetzt eher der Sommer zur Lieblingsjahreszeit geworden ist: weniger Wäsche zu waschen, man ist ohnehin schnell angezogen, ich mag es, wenn die Sonne scheint und alles „warm“ riecht (nein, damit meine ich keine Biotonnen… igitt!), wenn man auch abends noch gemütlich auf dem Balkon hocken kann usw.
Gut, beim Hochsommer müssen wir noch verhandeln – bleiben die Temperaturen längere Zeit über 30 Grad, dann ist meine Wohnung nur noch eine Sauna. Wobei selbst das verkraftbar ist. 😉

Werte als Ziele?

Wir setzen uns Ziele. Schön. Ich habe sehr viele Ziele, doch wie die eine meiner Kaffeetassen so treffend formuliert, habe ich zwar viele Ziele, aber nicht genügend Munition. 😉

Stimmen unsere Ziele denn mit unseren Werten überein? Also das, was eigentlich hinter den Zielen steckt? Wohin uns die Ziele führen sollen? Was ist uns denn überhaupt wirklich wichtig?

Bei mir kristallisieren sich immer wieder die gleichen Punkte heraus:

  • Freiheit, worunter ich auch finanzielle Unabhängigkeit, Ortsungebundenheit (wenn ich es will), freie Zeiteinteilung (klar, als Nachtmensch fühlt man sich oft wie in einem Korsett), selbst sich den Tagesablauf/ die Arbeit einteilen können, selbst Entscheidungen zu treffen, Selbstverantwortung verstehe
  • Kreativität – also nicht nur selbst etwas (er)schaffen, Ideen erspinnen und umsetzen, was ich als umsetzungswürdig betrachte, darin versinken (Flow) und künstlerisches Austoben, sondern auch spielen, ausprobieren, verschiedene Herangehensweisen austesten, Weiterentwicklung, Neues entdecken/ lernen – wie man sieht, sehr eng für mich mit Freiheit verbunden
  • Weiterentwicklung – besser werden, mich selbst hinterfragen, lernen, wobei Kreativität und Freiheit dafür wichtig sind
  • Ruhe – brauche ich für die Kreativität und Weiterentwicklung, auftanken können ist ebenso wichtig
  • Anerkennung – oh ja, ich will für meine Leistungen, Erschaffenes etc. auch Lob, in finanzieller Form nehme ich die Anerkennung ebenfalls gerne an
  • anderen helfen – aber nur da, wo es erwünscht ist, zuhören, lehren, teilweise auch durch Unterhaltung wie Tanz, Malerei, Schreiben etc.

Das wirft natürlich die nächsten Fragen auf: Worin trifft sich mein tägliches Leben mit diesen Punkten und welche dieser Werte werden gar nicht oder kaum bedient? Wieso lebe ich nicht viel mehr danach? Wieso setze ich Ziele, die diesen Werten sogar widersprechen? Was passt und was passt nicht?

Bei mir ist da einiges im Argen, es wird also wirklich Zeit für einen Kurswechsel. Wie lange es dauert, das weiß ich noch nicht. Wie es sich im Detail gestaltet, das weiß ich genauso wenig. Doch es wird Zeit!
„Lass mich am Gestade stehn und sehn, was die Flut uns bringt…“

     

 

 

 

 

 

 

(Ja, ich mag die Tuschestifte immer noch, wenigstens ab und zu zwischendurch kritzeln muss sein. 🙂 )

Klausuren… und Gedanken

Heute habe ich die E-Klausur in Kunstgeschichte hinter mich gebracht. Hinter mir liegen viel Lernerei, Ärger auf der Arbeit und permanente Müdigkeit. Donnerstag ist die nächste Klausur fällig, vor der ich aber nicht so viel „Angst“ (ist eigentlich der falsche Begriff, „nervös“, „unruhig“, „zweifelnd“ etc. beschreiben das Gefühl besser) habe. Ohne lernen hätte ich die E-Klausur auf jeden Fall nicht schaffen können. Eine Eins wird das schon mal nicht, aber eine Vier ebenfalls nicht. Wenn es „nur“ eine Drei wird – was soll’s? Wofür setze ich mich selbst so unter Druck, wenn ich Kunstgeschichte aus purem Interesse und Vergnügen gewählt habe?

Ich habe viel gelernt und viel entdeckt. Außer mir mal die eine oder andere Kirche angesehen, habe ich mich vorher nie groß mit der Kunstgeschichte des Mittelalters beschäftigt.
Nun, in einem Punkt hat sich meine Meinung nicht geändert: Ich wundere mich immer noch über diese dämlichen, fanatischen Idioten, die all das Wissen der Römer und Griechen verleugnet haben, nur weil diese keine Christen waren. Gerade das frühe Mittelalter im westlichen Europa ist für mich ein Paradebeispiel in welche Bildungsferne und Unwissenheit religiöser Eifer führen kann, in welche Abhängigkeiten die Menschen geführt werden und welche Rückschritte sich auch in der Kunst finden lassen. Es ist eher erstaunlich, dass nach und nach kluge, freier denkende Köpfe den Weg für mehr Wissen und Freiheit, worunter ich auch die Kreativität verstehe, bereiten konnten. Wieder. Auch wenn Byzanz ebenso christlich war, ließ es nicht all die Errungenschaften der Vergangenheit verkommen. Die orthodoxen Christen waren eindeutig klüger.

Klar, oft kommen die Argumente „das römische Reich ist untergegangen“. Nee, wenn schon, dann nur Westrom, Ostrom bestand bis 1453. Unter einem „Untergang“ verstehe ich obendrein etwas anderes als den allmählichen Zerfall durch verschiedene Interessengruppen, einfältige Eitelkeit, falschen Stolz, Verleugnung des Wissens, der festen Überzeugung, das sei nun ein „höheres Zeitalter, weil Gott viel näher“ und dem Warten aufs jüngste Gericht. Ja, klar, wenn ich eine Weltuntergangssekte bestimmen lasse, dann sind Abwasserkanäle und Wasserversorgung, Hygiene, Bildung etc. natürlich unwichtig. Die orthodoxen Christen hingegen orientierten sich mehr im Diesseits, denn der Bestand Ostroms und das Christentum gehörten für sie zusammen, also kein Grund, jetzt alles verkommen zu lassen. Die römisch-katholischen Christen lernten immer wieder von den Byzantinern, erhielten neue Impulse usw. Sie hätten auch von den Arabern lernen können, aber Bücherverbrennungen sind ja scheinbar viel interessanter. Als großes Dankeschön für all die Jahre Entwicklungshilfe verpassten dann die Christen des ehemaligen Westroms Ostrom dann noch einen Dolchstoß nach dem anderen. Neid, Ignoranz, Hinterhältigkeit und Machtgier treffen auf mangelnde Bildung, wenig vorausschauendes Denken und „Unmenschlichkeit“, die leider allzu menschlich ist. Daran ändert auch die mantraartige Wiederholung, das Christentum stünde für Ordnung, Recht, Barmherzigkeit, Nächstenliebe und Gleichberechtigung (!!!???), absolut nichts. Spätestens, wenn dann noch die Demokratie  als christliche Errungenschaft präsentiert wird, muss ich an mich halten, dass ich mich nicht vor Lachen kringele.
Natürlich, meine Meinung ist sehr persönlich. Es darf mir dementsprechend widersprochen werden.

Sooooo, und nun höre ich mal wieder auf mit dem Gedankenspielchen. Erschreckend ist daran einfach nur, dass sich Geschichte ständig wiederholt. Zurück zu den Klausuren!

Über eines bin ich froh: Da ich nebenberuflich studiere, ist zwar schon insgesamt mehr Stress angesagt, aber die Klausuren häufen sich nicht so extrem wie bei anderen Studenten. Nachdem ich diese zwei Klausuren geschafft habe, fehlen nur noch der Praktikumsbericht und der Prüfbogen zu meiner Vorlesung über Byzanz bis zum makedonischen Zeitalter. Ich freue mich auf Byzanz. 🙂

No Spam!

Liebe Kommentarspammer, Blogspammer,

es macht für Euch keinen Sinn, sich auf meiner Seite als Benutzer zu registrieren: Entdecke ich eine Mailadresse, die eindeutig auf einen Spammer hindeutet wie blablabla@bestblablabla.com, wird sie von mir sofort gelöscht. Ganz davon abgesehen, dass eventuelle Spamkommentare sowieso von mir gar nicht erst freigeschaltet werden.
Das ist meine Seite, nicht Eure, und ich werde mir auch in Zukunft nicht meine Seite von Euch verderben lassen, selbst wenn ich plötzlich 1000 Kommentare täglich moderieren müsste. Bei mir seid Ihr weder als Kommentarspammer noch als E-Mail-Spammer willkommen und am allerliebsten, wenn ich könnte, würde ich Euch komplett aus dem Internet werfen!

Keine lieben Grüße an Euch
Yvonne Hensgen

Arbeitsweg

Mein Arbeitsweg… sieht nicht genau so aus. Im verschlafenen Zustand sehe ich morgens links eine langgezogene weiße Wand, rechts ein Gebäude mit viel Glas und vor allem viel freundliches Grün. In der Ferne dann eine Brücke, die auch nicht direkt als solche erkennbar ist durch ihre Umrandung. Das hier ist kein absolut realistisches Bild, eher das, was ich wahrnehme frühmorgens. Was leider ebenfalls ganz und gar nicht der Realität entspricht: die leere Straße. Gewöhnlich jagt hier ein Auto das nächste, dicht an dicht. Ich glaube, diese Straße ist allenfalls um 2, 3 Uhr nachts wenig befahren. Im Grunde also ein eher langweiliger, lauter Weg von der Bushaltestelle zu meinem Einsatzort. Wären da nicht einige Gebäude links und rechts, die von besseren Zeiten erzählen. Und die werde ich Euch in den nächsten Tagen zeigen. Vielleicht realistischer? Oder verklärter? Mal schauen. Hier zeichnete ich schnell mit Tusche- und Buntstiften auf Aquarellpapier.

Datenschutz

Gerade erhält man ja von allen möglichen Diensten wie WhatsApp, Onlinegames usw. neue Benachrichtigungen und Zustimmungsaufforderungen wegen der neuen Datenschutzverordnung, die zwar bereits seit 2016 in der EU gilt, aber zum 25. Mai 2018 umgesetzt werden muss.

Nun könnte ich als kleiner Blog- und Homepagebetreiber zwar meinen, dass es mich nicht betrifft, aber Pustekuchen! Doch, es betrifft auch mich. Noch biete ich keinen Newsletter an, da es sich meiner Meinung nach erst lohnt, wenn ich regelmäßiger neue Inhalte einstelle, die für einen Leserkreis interessant sein könnte, doch auch ohne werden Daten gesammelt. Zu den personenbezogenen Daten gehören schließlich nicht nur Name, Adresse, E-Mail-Adresse usw., sondern auch Daten wie Cookies, die IP-Adresse usw. Alleine schon dann, wenn ich analysieren will, welche Unterseiten besonders oft aufgerufen werden, greife ich – wenn auch nicht bewusst – auf diese Daten zu. Ich verwende WordPress und habe nur teilweise eine Ahnung davon, was überhaupt alles in irgendeiner Form im Hintergrund an Daten gesammelt wird. Ich kann nur versuchen, so wenige wie möglich zu sammeln. Um ganz sicher zu gehen, müsste ich meine Homepages einstampfen, was ich jedoch nicht will.

Es wird noch besser: Sobald ich hier ein YouTube-Video einstellen würde, was ja durchaus auch geschehen kann, habe ich nicht einmal mehr ansatzweise die Kontrolle, welche Daten weitergegeben werden. Ich selbst gebe ganz bestimmt nicht die Daten weiter, das wäre für mich ein absoluter Vertrauensbruch. Doch YouTube und co setzen natürlich auch Cookies usw. Also kann ich nur darauf hinweisen, dass es ein YouTube-Video ist und was beim Anklicken des Videos geschieht.

Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber je mehr ich mich mit dieser Materie beschäftige, umso mehr schwirrt mir der Kopf. Denn eines kann ich wirklich nicht: 100% garantieren, dass nur die Daten XYZ gesammelt werden, wenn sich ein Benutzer zum Newsletter anmeldet, wenn er mir eine Mail schickt (nein, ich gebe auch keine Mailadressen weiter) usw. Vor allem, weil ich entdeckte, dass sogar ohne Newsletter, ohne Anmeldebutton und ohne Mailkontakt einige es geschafft haben, sich auf meiner Seite als Abonnent zu registrieren. Einerseits schmeichelhaft, andererseits erschreckend – so etwas war doch gar nicht vorgesehen. Noch nicht. Nur eines kann ich meinen Abonnenten zumindest versprechen: Ich werde die E-Mail-Adressen nicht weitergeben. Auf Wunsch lösche ich das Abonnentenbenutzerkonto auch umgehend. Ansonsten: Herzlich Willkommen!

Test: Faber-Castell Pitt Artist Pens brush

Für meine Verhältnisse habe ich mir gerade etwas sehr Teures gegönnt: Am Samstag kam die 60er Atelier-Box von Faber-Castell an, Tuschestifte in 60 Farben. Natürlich musste ich sie gleich testen, denn sie erinnerten mich eher im ersten Augenblick an überteuerte Filzstifte und ich war skeptisch, ob sich diese Investition wirklich gelohnt hat. Falls nicht, würde ich sie sofort zurückschicken. Hier mein Test:

Die Farben sind einfach unglaublich brilliant und sogar bei vollkommen normalem Schreibpapier, das man für den Drucker verwendet, drückt sich trotz mehrmaligem nass Darübermalen fast nichts durch (siehe rechtes Bild). Ich habe sogar etwas mit dem Bildbearbeitungsprogramm den Kontrast erhöht, damit man am Bildschirm besser erkennen kann, wo sich die Blume etwas durchdrückt.

            

Im unteren Teil der Blume malte ich absichtlich extrem kreuz und quer. Von Filzstiften kenne ich es, dass fast alles durchscheint, auch riffeln sie eher das Papier auf oder fabrizieren sogar Löcher und bei größeren zu füllenden Flächen entstehen weitaus mehr Streifen. Ein Grund, weshalb ich die letzten Jahre Buntstifte und Fineliner benutzte statt mit Filzstiften oder anderen Stiften zu experimentieren. Einige Streifen hier sind durch die Verwendung mehrerer Farbtöne entstanden, also nicht mal vom doppeltem Darüberfahren. Bei größeren Flächen benutzt man gewöhnlich ohnehin eher Nassfarben.
Was ich ebenfalls mag: Die Spitze ist flexibel, man kann also auch die komplette Spitze für breitere Striche verwenden, gleichzeitig ist sie so stabil, dass man schmalere Striche nur mit dem Spitzenansatz hinbekommt. Dadurch sind auch tropfenförmige Effekte möglich. Also fürs Lettering und Zeichnen sind sie auf jeden Fall perfekt.

Natürlich mussten die Stifte auch den Test mit Aquarellpapier über sich ergehen lassen, das sehr stark saugt und strukturiert ist. Spätestens jetzt würden jeder Filzstift und etliche Fineliner verlieren.

Doch seht selbst: Farbbrillianz, die Struktur interessierte kein Bisschen und auch hier hält sich die Streifenbildung in Grenzen. Natürlich bekommt man bei so einem Papier keine sauberen Farbübergänge ohne viel Flüssigkeit mehr hin, war auch nicht wirklich in diesem Moment mein Ziel, aber ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Ja, doch, wir werden noch viel Spaß miteinander haben und ich freue mich auf weitere Experimente und vor allem neue Ideen, die durch neue „Werkzeuge“ oft entstehen. Also Filzstifte können mir gerne weiter gestohlen bleiben… Ich kenne da etwas viel Besseres.

BuJo – Bullet Journal… Was soll das denn sein?

Genau das dachte ich mir, als ich das zum ersten Mal gelesen habe. Als ich mich im Internet erkundigte, dachte ich mir nur (gerade bei den „Erweiterungen“): „Oh, da packen Leute das zusammen, was ich über einen Kalender und mehrere Zettel verteile. Eigentlich sinnvoller.“

Ein Bullet Journal ist ein Buch oder Heft, meist im A5-Format, das als ganz persönlicher Kalender umfunktioniert wurde. Ganz persönlich, weil dort auch To Do-Listen Platz finden können, genauso Monatsziele, Jahresziele, Besprechungsnotizen und vieles mehr. Ich muss ja zugeben, dass ich bis jetzt gerne bei meinen Listen, was ich alles erledigen muss/soll/will ordentlich geschummelt habe. Grundsätzlich packe ich sie zu voll. Da ist immer weitaus mehr drauf, als ich an einem Tag oder in einer Woche schaffen kann, folglich erledige ich schon mal nicht alles. Ich schreibe diese Listen aber auch lieber als dass ich Kram erledige. Also schreibe ich immer wieder neue Zettel damit voll, erschlage mich selbst mit all den Aufgaben und habe leider auch gar keinen Überblick, wie lange ich einige Punkte fröhlich vor mich hinschiebe. Gut, Wichtiges erledige ich schon zeitnah oder zeitnäher, alles andere aber garantiert nicht. Mit so einer vollen Liste kommt man sich selbst doch ganz schön wichtig vor oder, wie bei mir eher der Fall, denkt zumindest an all die „würde ich gerne“-Punkte, die man irgendwann „wenn Zeit ist“ abarbeitet. Werden diese Punkte (Bullet Points! Daher der Name vom Bullet Journal.) in ein Heft übertragen, fällt einem professionellen Selbstillussionisten wie mir dann doch die Klappe runter: Aua, ertappt, den Punkt schiebe ich mittlerweile schon seit zwei Wochen… Oder es wird einem erst einmal richtig bewusst, was man da eigentlich für einen unrealistischen Blödsinn plant, der Tag hat doch nur 24 Stunden, von denen man einige auf der Arbeit verbringt oder verschläft.

Für mich ist das Bullet Journal gerade brutaler als ein geduldiger Kalender, in den ich nur Termine reinschreibe. Die To Do-Listen sind ja auf Zetteln. Doch wie heißt es so schön? „Selbsterkenntnis…“
Dafür macht mir das Gestalten des Heftes richtig Spaß. Wenn ich schon nicht zum Malen komme, reicht die Zeit zumindest für die Gestaltung einer Seite oder dafür, sich nochmal klar zu machen, was man eigentlich vom Leben will.

Einen Buchtipp habe ich zu dem Thema:

„Gestalte dein Journal mit der Bullet-Methode“ von Jasmin Arensmeier

Mir gefällt an dem Buch einerseits, dass sie viele Vorschläge macht, die auf die verschiedensten Geschmäcker treffen können – von eher einfach (wenn jemand z. B. weniger Zeitaufwand damit betreiben will) bis hin zu kreativer.
Ansprechend finde ich außerdem ihren Schreibstil: einerseits locker und fließend, niemals jedoch platt, andererseits informativ. Sie erklärt gut und veranschaulicht einiges anhand eigener Erfahrungen, zum Beispiel auch, was man machen kann, wenn man einen „Fehler“ macht.
Außerdem ist das Buch selbst liebevoll gestaltet, ich nehme es gerne immer wieder in die Hand.

Hier einige Beispiele von mir bzw. meinem ersten BuJo:

 

 

 

 

 

 

 

Ja, ich habe das Stempeln wiederentdeckt… Und irgendwie stehe ich gerade auf Pink und Türkis, zumindest im BuJo.

Da es im Internet, vor allem auf Pinterest, so viele Beispiele gibt, verzichte ich auf das Zeigen von Kalenderblättern. Da bin ich noch am Testen. Aber wer weiß – vielleicht kommt dazu noch ein Beitrag. Ich bin ja noch Anfänger und das Jahr ist lang. Das Leben bestimmt auch.