Jahreszeiten

Gibt es bei Dir eine „Lieblingsjahreszeit“? Hat sie sich im Laufe der Jahre verändert?

Bei mir ist das so. Als Kind waren alle Jahreszeiten Lieblingsjahreszeiten. In der Pubertät setzte dann eine heftige Abneigung gegen den Sommer, vor allem den Hochsommer ein. Sobald die Temperaturen 25 Grad Celsius überschritten, hatte ich Kreislaufprobleme. Der Sommer wurde mein größter Gegner (übertrieben ausgedrückt), da ich etliche Tage wie durch Watte, dank niedrigem Blutdruck, erlebte. Alles war gedämpfter: Ich sah vieles unklarer, Geräusche wirkten wie weit weg, ich war einfach nicht richtig da. Gut, den Winter mochte ich auch nicht mehr so besonders, also hätte es meiner Meinung nach nur noch Frühling und Herbst geben dürfen.

Inzwischen finde ich das sehr witzig. Seitdem ich die 30 überschritten habe, ist mein Kreislauf immer stabiler geworden. Mittlerweile lässt er sich gewöhnlich nicht einmal mehr von heftigen Temperaturschwankungen beeindrucken. Das aller-allerlustigste daran ist wohl nun, dass jetzt eher der Sommer zur Lieblingsjahreszeit geworden ist: weniger Wäsche zu waschen, man ist ohnehin schnell angezogen, ich mag es, wenn die Sonne scheint und alles „warm“ riecht (nein, damit meine ich keine Biotonnen… igitt!), wenn man auch abends noch gemütlich auf dem Balkon hocken kann usw.
Gut, beim Hochsommer müssen wir noch verhandeln – bleiben die Temperaturen längere Zeit über 30 Grad, dann ist meine Wohnung nur noch eine Sauna. Wobei selbst das verkraftbar ist. 😉