Seltsam, plötzlich kriege ich wieder Luft…

…und das, seitdem ich diese verd*** Bachelorarbeit geschrieben und weggeschickt habe. Endlich liegt das Ergebnis vor – 1,7, die mündliche Prüfung, „Verteidigung“ genannt, steht noch aus.

ich

Aber seitdem ich diese Last Studium los bin und „nur noch“ meine 39-Stunden-Arbeitswoche als Verpflichtung habe, habe ich das Gefühl, ich kann wieder atmen.
So gut, dass ich mein Wohnzimmer auf den Kopf stellte und renovierte. Alles alleine, bei der Couch half mir mein Brüderlein und die zweite Lampe, die ich noch nicht aufgehängt hatte, brachte er ebenfalls an Ort und Stelle. Daaaaaaanke! *knutsch*

Das da links war während der kurzen Pause beim Decke streichen.

 

Das alles stand an, weil es geht ja nicht mit halben Sachen…

  • Decke weißen
  • alte Tapete ab und neue dran
  • alten Schreibtisch und alte Couch raus
  • neuer Schreibtisch, neue Couch (huuuuh, ein 2m-Teil!)
  • mehr Regale
  • TV-Regal raus, der Fernseher ist nun auf einem Rollständer (viel cooler, er ist immer da, wo ich ihn haben will)
  • Teppich tiefengereinigt (naaaaaajaaaaaaaaa… So gut es bei diesem uralten Teil halt geht. Teils habe ich die Teppichfarbe beinahe erfolgreich entfernt, aber die Flecken blieben. Wenn das meiner wäre, der wäre längst draußen!)
  • Platz für eine riesige Goldfeder, denn unsere Niederlassung wird geschlossen und einige pflanzen suchten ein neues Zuhause
  • Platz für eiiiin… ELEKTRONISCHES SCHLAGZEUG!

Jawoll! Ein richtiges. Hatte mal so ein Drumpaddingelchen, aber das machte mir nicht wirklich Spaß. Und nun? Versuche ich, momentan noch recht erfolglos, fließend all die Rhythmen zu spielen, die ich im Kopf habe.

 

Schreibtischecke    Regale    Couchseite

Allerdings habe ich eine Sache nicht gut durchdacht: Haue große Kissen drauf und selbst so eine Riesencouch ist plötzlich schon halb belegt:

Ein echtes Luxusproblem, cool, ne? Kann sich nicht jeder leisten! 🙂

Ich habe schon eine Absprache mit der Couch und den Kissen: Wenn ich mich draufpflanze, penne ich augenblicklich ein.

 

 

Gerade sehen sie so einladend aus… Sorry, ich habe was gaaanz wichtiges zu erledigen.

Nix Neues, außer dass ich mich weg verstecke…

…zumindest versuche ich es. Also meistens bin ich ja da zu finden, wenn ich nicht auf der Arbeit bin:

Katze im Bett
Quelle: Shutterstock

Ich finde, das ist ein absolut perfekter Ort. Es gibt keinen kuschligeren, wenn draußen der Wind pfeift oder der Regen aufs Dach und ans Fenster trommelt. Und selbst wenn das nicht der Fall ist, ist das der absolut perfekte Ort.

Schlecht ist dabei nur, dass man irgendwie reichlich wenig gebacken kriegt. Aber andererseits – wieso aufstehen, wenn es doch soooooooo kuschelig da ist? Reicht doch, wenn ich brav zur Arbeit gehe, oder etwa nicht? Und dass ich beim Studium jetzt soweit fertig bin, fehlt nur noch diese Bachelorarbeit.

Ooooh, und da ist ja diese Gemeinheit. Wieso muss ich die schreiben, wenn ich doch soooooooooo brav bin? Ich habe ganz lieb alles besucht und mitgemacht, was ich machen sollte – und bin arbeiten gegangen, was mich alles von meinem perfekten Kuschelort fern gehalten hat. Aber ich soll noch so eine Bachelorarbeit schreiben, dabei will ich doch nicht mal Bachelor spielen und Rosen verschenken. Ich schaffe es auch ganz alleine, in meinem Bettchen zu liegen! Die Breite von 1,60 Metern ist perfekt für mich alleine.

Katze unterm Hut versteckt
Quelle: Shutterstock

Meint Ihr, es hilft, wenn ich mich ab jetzt zusätzlich verstecke, wenn ich mein Bett verlasse?
Ich bin auch ganz leise!

Mir fällt sogar noch eine Alternative ein:
Ich mag Kunstgeschichte. Wenn das weiterhin auch online geht, dann besuche ich ab jetzt jedes Semester weiterhin mindestens eine Vorlesung. Dafür kann ich doch diesen seltsamen Zettel bekommen, oder?  Aber schreibt dazu, dass ich keine Rosen verschenke!

Und wenn ich, weil Kunstgeschichte ja „nur“ mein Beifach ist, nun jedes Semester was in Erziehungswissenschaft besuchen müsste… Öhm… Nö. Dann schreibe ich doch lieber die Arbeit. Außer bei freier Dozentenwahl, ich habe da so meine Like-Liste!

Na gut… Genug Blödsinn. Also, das sind die einzigen „News“ bei mir, die überhaupt erwähnenswert sind: Trotz Dauerschlafens und 35-Stunden-Job habe ich dank Onlinekurse mein Studium fast beendet. Es fehlen nur noch die XXL-Hausarbeit und die abschließende mündliche Prüfung, auch „Verteidigung“ genannt.